Natürlich soll man sich in der Klinik erholen. Doch manchmal, besonders am Wochenanfang, stehen so einige Termine auf dem Programm. Da muss man sich manchmal ziemlich ranhalten wenn man alle Termine schaffen will. Auch wenn Diese dafür sorgen, dass es nicht langweilig wird, so ist es für Manche doch ziehmlich stressig, denn was bei aller Planung oft nicht bedacht wird: Man möchte ja so gerne gemeinsam essen gehen.

Sport_250Das geht zwischen 7 und 8 Uhr morgens los um die wöchentliche Gewichtskontrolle und die Blutdruckmessung durchzuführen. Ab 7:30 Uhr kann gefrühstückt werden. Doch auch die Visite findet im Laufe des Tages statt. Und zwischen diesen Terminen steht dann noch die morgendliche Lymphdrainage auf dem Programm. Alle zehn Tage wird man zur Ödemmessung gebeten. Dort wird protokolliert welche Menge an Flüssigkeiten aus dem Körper abgeführt wurde.

Bis zum Mittag sollte man zwar mit allem durch sein, aber man muss vor der zweiten Drainage auch noch die Binden ablegen und für den zweiten Termin wieder aufwickeln. Das dauert bei mir eine Stunde. Da kann man schon mal ins Schwitzen geraten. Ab und zu hat man jedoch das Glück eine Doppelbehandlung zu bekommen. Dann wird man eben 90 Minuten lang gelympht und gewickelt und muss nur einmal, vor dem Schlafengehen, die Binden ablegen und aufwickeln.

Wenn man Pech hat werden jedoch zwischendurch auch noch Vorträge angesetzt, die natürlich manchmal mit den Lymphterminen korrelieren. Und auch von den Gymnastikstunden kann ich kaum Termine wahrnehmen weil sie oft mit den Drainageterminen zusammenfallen. Es wäre leichter wenn die Gymnastiktermine nachmittags wären. Leider sind in den Wochen vor und nach Ostern meine Hockergymnastiktermine morgens. Und so kann ich leider nicht dran teilnehmen. Aber Drainage geht nun mal vor….

Das klingt nun alles zwar nach sehr viel Stress, aber da wir ja keine keinen Kinder sind können wir bei Terminproblemen immer mit den Therapeuten sprechen und gegebenenfalls Termine umplanen.

Und so ist das Klinikheft, in das alle Termine eingetragen werden, der wichtigste Rehabegleiter und Terminplaner. Übrigens: Hier noch ein Tipp für künftige Gäste: Bringen Sie sich aus dem Bürobedarfshandel eine Klarsichtfolie A5 mit, die man an einem Band um den Hals tragen kann. Denn mit der Zeit wird das Heft desöfteren geknickt oder verschmutzt. Und wenn man sich das Heft um den Hals hängen kann hat man die Hände für Rollatoren frei. Die wenigsten Hosentaschen sind breit genug um das A5-Heft zu beherbergen. Folien dieser Art werden häufig bei Musikevents getragen um Backstage-Pässe oder ähnliches zu verstauen.

Klinikheft

Wenigstens braucht man sich an den anderen Tagen nicht abzuhetzen. Dann geht es ruhiger zu. Schliesslich will man ja auch mal an die frische Luft. Oder sogar eine Ausfahrt mitmachen. Und so habe ich mich für einen Ausflug in das elf Kilometer entfernte Rheinsberg eingetragen. Ich freue mich schon darauf das Schloss zu besichtigen.

Am Wochenende und an Feiertagen hat man dann sowieso recht viel Freizeit. Samstag und Sonntag werden die Patienten nur von einem „Wochenddienst“ gewickelt. An Feiertagen wie Karfreitag, Ostermontag und 1.Mai bekommt man immerhin noch einen Einzeltermin zur manuellen Lymphdrainage. Da kann man dann komplett die Seele baumeln lassen, Besuch empfangen und ausgedehnte Spaziergänge machen. Wir sind ja schließlich auch zur Erholung hier…..