Meine Lieblinge

Die Seite, auf der ich von meinen bevorzugten Dingen des Lebens erzähle.

Dies ist eine persönliche Website und deshalb möchte ich an dieser Stelle auch meine Lieblinge vorstellen. Dabei meine ich nicht meine menschlichen oder tierischen Lieblinge (obwohl das natürlich auch vorkommen kann), sondern meine Medienlieblinge.
Wir alle leben ja in einer Welt, die von den Medien bestimmt werden. Uns wird Tag und Nacht Auge und Ohr mit visuellen Reizen vollgedröhnt. Dabei sind wir unheimlich leicht zu beeinflussen und „mögen“ teilweise Dinge, auf die wir vorher im Traum nicht draufgekommen wären. Durch Werbung wird uns eingetrichtert, was wir zu mögen haben. Und sozialer Druck tut sein Übriges.

Ein einfaches Beispiel ist der Kaffee. Als Jugendlicher war ich eigentlich mehr an Kakao interessiert und mein erster Kaffee schmeckte scheusslich. Inzwischen bin ich an Kaffee so gewöhnt, dass ich ihn trinke, obwohl ich eigentlich immer noch nicht sagen kann, dass ich ihn wegen des „guten Geschmacks“ trinke. Eigentlich müsste ich nach wie vor Kakao trinken. Aber das tue ich nicht mehr weil ja „Alle“ Kaffee trinken. Wer sich einen Kakao bestellt ist irgendwie ein Außenseiter.

Aus demselben Grund habe ich als Jugendlicher das Rauchen angefangen. Es schmeckte zwar fürchterlich, aber wenn man „dazugehören“ wollte „musste“ man rauchen. Das hat sich dann irgendwie zu einer völlig bescheuerten Sucht entwickelt. Irgendwann rauchte man nur noch, weil der Körper danach „verlangte“. Blöder Körper.

Doch zum Glück haben wir Menschen ja auch  einen Verstand und mir wurde irgendwie irgendwann klar, dass ich etwas völlig Beklopptes tat: Ich drehte mir getrocknete Blätterkrümel in ein Hülse aus Papier, steckte sie mir in den Mund und inhalierte dann den Rauch nachdem ich den Tabak in Brand gesetzt hatte. Wie bescheuert ist das denn?

Diese Erkenntnis und eine starke Erkältung (bei der Zigaretten sowieso nicht schmecken) sorgten dafür, dass ich von heute auf morgen meine frisch gekaufte Zigarettenpackung wegwarf und das Rauchen aufgab. Seitdem habe ich auch neue Freunde – und die Alten hörten auch auf.

Genauso verfuhr ich dann irgendwann mit allen anderen Dingen des Lebens. Statt sozialen Trends hinterherzulaufen oder blind der Werbung zu folgen entwickelte ich meine eigenen Präferenzen. Und das betrifft auch meinen TV/Kino/Buch/Musikgeschmack. Vielleicht wurde ich dadurch zum Außenseiter. Aber ich bin stolz darauf nicht einfach pauschal alles abzulehnen oder zu akzeptieren. Ich bilde mir meine eigene Meinung und bin offen für neue Vorschläge. So sehe ich mir beispielsweise auch Filme an, die andere als „Trash“ ignorieren. Man weiß ja, dass die Macher oft viel Herzblut in ein Projekt stecken und auch wenn es manchmal „holprig“ und amateurhaft erscheinen mag. Mitunter findet man einige Perlen, die die breite Masse nicht erkennen kann.

Ich will mal ein paar Filme und TV-Serien rezensieren und deutlich machen, wieso ich diese und nicht unbedingt die Mainstream-Erzeugnisse von heute bevorzuge. Vielleicht ist der geneigte Leser ja bereit meiner Argumentation zu folgen und diesen Dingen selbst einmal eine Chance zu geben.