Nach einer dreijährigen Schaffenspause ist Katie Melua mit ihrem vierten Studioalbum zurück. Wie geplant hat sich ihr bisheriger Produzent Mike Batt zurückgehalten und man stattdessen mit William Orbit einen Nachfolger gefunden, der bereits mit Madonna zusammengearbeitet hat. Dementsprechend sind die Töne für die alten Katie-Fans manchmal ein wenig gewöhnungsbedürftig wenn sich elektronische Effekte und Dancefloor-Passagen in die Songs mischen.

Katie hat für die meisten Songs die Texte selbst geschrieben, hat jedoch für die musikalischen Anteile auf Talente wie Robbie Williams Komponisten Guy Chambers, Rick Nowels und Polly Scattergood zurückgegriffen. Trotz der modernen Töne müssen die Fans nicht befürchten, dass sich Katie gänzlich einer neuen Musikrichtung zuwendet. Für Katie ist es ein normaler Schritt ihr Spektrum zu erweitern und eben auch sphärische Klänge und moderne Rhythmen in ihr Gesamtwerk einfliessen zu lassen.

The House Album

Katie Melua – The House

Mit „Red Balloons“ und „I’d Love To Kill You“ befinden sich auf dem Album schöne Balladen, Titel wie „Plague Of Love“ und „Tiny Alien“ zeigen aber durchaus Mainstream-Aspekte. Mit „A Happy Place“ wandelt Katie nun auf Madonnas Spuren, allerdings mit der typischen Katie Gesangsqualität. Die Texte sind oft sehr stark von Katies persönlichen Erfahrungen geprägt. Wenn sie „Not Afraid Of Heights“ singt weiss der eingefleischte Katie-Fan, dass sie damit auf ihre Vorliebe von Adrenalinhobbies wie Fallschirmspringen, aber auch Tauchen anspielt. In „Plague Of Love“ erwähnt sie ihre Mutter, die eine Krankenschwester ist, sie aber nicht von der „Krankheit Liebe“ heilen kann sowie ihren Vater, der als Arzt ebenso ratlos ist.

Das Album ist sicher für bisherige Katie-Fans ungewöhnlich. Für die Puristen, die lieber weiterhin die traditionellen Jazz und Bluesnummern hören wollten, wird es eine Überraschung sein wenn man plötzlich auf Dancefloor-Segmente stösst. Immerhin konnte man Mike Batt überzeugen die Streicher-Arrangements für die Songs zu schreiben, sodass man den typischen Sound in manchen Titeln wiederfinden kann, der Katies spezielle Stimme so gut unterstützt.

Red Balloon

Mit der Singleauskopplung „The Flood“ beschreibt Katie Melua ihre Situation: Man soll sich nicht an bisherige Wege halten oder an vermeintliche Rettungsfelsen festklammern. Wie erfolgreich könnte man sein wenn man einfach einen anderen Weg einschlägt und den Felsen loslässt? Mit dieser Single demonstriert Katie also ihren Willen Neues zu probieren und neue Wege einzuschlagen. Gleichzeitig ist dies die Aufforderung für alle Hörer es ihr gleich zu tun. Man kann ja nie wissen ob der neue Weg nicht mehr Erfolg verspricht.

Das Album „The House“ und die Single „The Flood“ erscheinen am 21.Mai 2010.

Trackliste:

  • I’d Love To Kill You (Katie Melua/Guy Chambers)
  • The Flood (Katie Melua/Guy Chambers/Lauren Christy)
  • A Happy Place (Katie Melua/Guy Chambers)
  • A Moment of Madness (Katie Melua/Guy Chambers)
  • Red Balloons (Katie Melua/Polly Scattergood)
  • Tiny Alien (Katie Melua/Guy Chambers)
  • No Fear of Heights (Katie Melua)
  • The One I Love Is Gone (Bill Monroe)
  • Plague of Love (Katie Melua/Rick Nowels)
  • God On The Drums, Devil On The Bass (Katie Melua/Mike Batt)
  • Twisted (Katie Melua/Rick Nowels)
  • The House (Katie Melua)

Im Herbst startet sie eine umfangreiche Tour durch Europa und Amerika. Tickets können bei EVENTIM erworben werden. Bei Interesse bitte hier klicken: Katie Konzerte 2010