Wenn man in der Klinik angekommen ist fühlt man sich natürlich erst mal wie ein Fremdkörper. Man kennt die anderen Patienten nicht, weiß nicht wer Schwester oder Therapeut ist. Man ist halt neu. Das ändert sich sobald man das erste Mal einem Angestellten zugewiesen wird. Sofort hat man Bezugspersonen zu denen man ein persönliches Verhältnis aufbauen kann.

KlinikAussen_250Dasselbe gilt  für die Leidensgenossen, die die Neuankömmlinge natürlich auch mustern. Man sieht sofort, was die Person für ein Päckchen zu schleppen hat. Aber das „neue Gesicht“ wird schnell akzeptiert.

Angelpunkt für das Kennenlernen ist das Restaurant, in dem man einen freigewordenen Stammplatz zugewiesen bekommt. So hat man gleich eine Tischgemeinschaft, die einen helfen kann sich zu akklimatisieren.

So kann man auch schnell sehen, was für Leidensgenossen so herumlaufen. Viele sind stark übergewichtig und plagen sich mit Ödemen an den Beinen herum. Bei Anderen kann man anhand der Verbände sehen, dass sie Ödeme an den Armen haben.

Bei meiner Ankunft setzte man mich zunächst vorläufig an einen freigewordenen Platz und wies mir später dann einen Platz am Tisch 1 zu. Die Bedienung zeigte mir auch schon einmal den Speiseplan für die Woche und so konnten wir für den Rest der Woche meine Mittagsgerichte vormerken. Als ich zum Abendbrot das erste Mal auf meine neuen Tischnachbarn traf begrüßte man mich freundlich mit einem „Hallo“ und wies mich auch gleich in die Gepflogenheiten und Dienstleistungen im Restaurant ein. So fühlte ich mich auch gleich heimisch.