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Doctor Who

Was hat der Doctor an sich, dass ich ihn so liebe? Ich spreche nicht von einem normalen Doktor, sondern von einem Außerirdischen vom Planeten Gallifrey aus der Konstallation Kastaborus, der sich selbst „Der Doctor“ nennt.
Zugegeben, es handelt sich dabei nur um eine Fernsehserie, allerdings ist diese Serie derart ungewöhnlich, dass sie mich total „geflasht“ hat als sie 2005 wieder ins Fernsehen kam. Momentan ist sie meine absolute Lieblingsserie weil sie so fern jeglichem Hollywoodeinerleis ist. Aber der Reihe nach.

Die Anfänge

Es war das Jahr 1963, als die BBC entdeckte, dass ihr zwischen einer Sportsendung zum Thema Pferderennen und einer Musiksendung vor den Nachrichten die Zuschauer ausblieben. In dieser halben Stunde wurden üblicherweise Sendungen für Kinder ausgestrahlt, die einen erzieherischen Touch hatten, wie beispielsweise Charles Dickens-Stücke. Um diese dreißig Minuten aufzufüllen engagierte man mit Sidney Newman einen kanadischen TV-Produzenten, der damals einige erfolgreiche Programme für den Konkurrenzsender ITV produziert hatte.

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Verity Lambert

Er engagierte eine frühere Assistentin namens Verity Lambert und machte sie zur Produzentin einer Serie, die man für die Nische erdacht hatte. Wieder sollte es um ein lehrreiches Programm gehen, mit dem man den Kindern Geschichte schmackhaft machen konnte. Deshalb sollten zwei Lehrer einem merkwürdigen Mädchen folgen, das mit ihrem Onkel wohl durch die Zeit reisen konnte.

In William Hartnell fand die Produzentin einen Schauspieler für die Rolle des „Doctor Who“, der die Rolle zunächst widerstrebend übernahm. Er hatte bisher immer militärische Authoritätspersonen dargestellt und konnte als „Doctor“ nun eine ältere Figur spielen.

„Keine glubschäugigen Monster“ – so war die Vorgabe für die zu drehenden Episoden. Und so führte der Doctor seine ersten Begleiter zunächst in die Steinzeit, wo man den Wilden das Feuer brachte und nebenbei noch einen Machtkampf beendete. Die Serie war als Fortsetzungsgeschichte angelegt. Am Ende jeder Folge gab es einen bedrohlichen Cliffhanger, sodass die Zuschauer in der kommenden Woche wieder einschalten mussten um die Handlung verfolgen zu können.

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William Hartnell
Der erste Doctor

Allerdings hatte gerade die erste Folge ein Problem: Am Tag vor der Erstausstrahlung wurde US-Präsident Kennedy erschossen und so verfolgten die Fernsehzuschauer lieber die Nachrichten als die neue Zeitreise-Serie. Der Produzentin gelang es jedoch, dass die BBC die erste Episode am kommenden Sonnabend erneut ausstrahlte. Damit war der Startschuss für die wohl erfolgreichste TV-Serie des britischen Fernsehens gefallen. Gerade feierte die BBC das 50jährige Jubiläum von „Doctor Who“.

Doch wie konnte sich die Serie über eine so lange Zeit behaupten? Das erste Problem ergab sich als der Schauspieler William Hartnell seinen Text nicht mehr merken konnte. Zwar halfen ihm seine Kollegen, so gut es ging, über die Aussetzer hinweg, doch irgendwann ging es nicht mehr weiter. Sidney Newman ersann eine Möglichkeit, wie die Serie ihren Hauptdarsteller austauschen konnte und die Serie trotzdem weitergehen konnte. Der Doctor kann „regenerieren“.

Regenerationen

Immer dann, wenn der Doctor eine lebensbedrohliche Verletzung erlitten hat, kann er seinen Körper komplett verändern und bekommt damit ein neues Gesicht und auch ein verändertes Verhalten. Diese Notlösung erwies sich als die beste Idee um die Serie quasi ewig laufen zu lassen. Allerdings schrieben die Autoren auch eine Dialogzeile, wonach der Doctor nur zwölfmal regenerieren kann. Damals glaubte niemand daran, dass die Serie all diese Regenerationen jemals aufbrauchen würde.

Inzwischen hat der Doktor elf Körper gehabt und Weihnachten 2013 kommt mit Peter Capaldi der zwölfte Doctor – oder ist es bereits der dreizehnte?

Dreizehn Doktoren BBC

Dreizehn Doktoren
BBC

In all den Jahren seit der Erfindung des Doctors hat die Hauptfigur sich eine Mythologie erschaffen, die von den Fans akribisch verfolgt und aufgezeichnet wird. Wenn Autoren etwas falsch schreiben, dann wird das registriert. Früher gab es, außer Stammtischen und Fanclubs, keine Möglichkeiten über Ungereimtheiten zu diskutieren. Heute stellt das Internet jedoch eine Plattform dar, die jeden noch so kleinen Fehler unbarmherzig aufdeckt. Daher müssen sich die Drehbuchautoren von heute so manche Häme gefallen lassen, wenn sie Details verändern oder vergessen.
Dass es „Doctor Who“ überhaupt noch gibt ist dem Umstand zu verdanken, dass sich die VHS-Kaufkassetten so gut verkaufen konnten. Als die BBC die ersten klassischen Serials als Kassette herausgab gingen diese weg wie warme Semmeln. Ein guter Grund für die BBC darüber nachzudenken, ob man die Serie nicht wieder aufleben lassen sollte.

Der achte Doctor BBC

Der achte Doctor Paul McGann
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Bereits 2006 war der Versuch unternommen worden, zusammen mit einem amerikanischen Produzenten, die 1989 eingestellte Serie wieder aufleben zu lassen. Doch der TV-Movie mit Paul McGann veränderte Vieles so sehr, dass die britischen Fans ihre Serie kaum wiedererkannten. Da half es auch nichts, dass der siebte Doctor Sylvester McCoy noch kurz auftrat um das Zepter an seinen Nachfolger zu übergeben. Drei Staffeln lang hatte McCoy allen Gefahren getrotzt und wurde nun einfach von einer Straßengang mit Schusswaffen niedergestreckt. Ein ziehmlich unwürdiges Ende für den Doctor.

Nach der Regeneration in den achten Doctor hatte Paul McGann keine leichte Aufgabe eine Art „Terminator2“ Story zusammenzuhalten. Auch sein Gegenspieler „Der Master“ blieb leider hinter den Erwartungen zurück. So blieb es bei dem einen Versuch und eine angedachte Serie wurde nicht realisiert. Trotzdem hatte Paul McGann die Ehre in Hörspielen die Geschichte des Doctors weiterzuerzählen. In einem Web-Special vor der Jubiläumsepisode der neuen Serie durfte er auch noch einmal als Doctor auftreten.

Die neue Serie

Christopher Eccleston (2005)

Christopher Eccleston. Der neunte Doctor

Christopher Eccleston.
Der neunte Doctor

Neun Jahre nach dem achten Doctor trat nun Christopher Eccleston auf und erstmals war die Produktion keine billige Serie mit Pappmache-Kullissen mehr. Was der neue Produzent Russel T Davies aus dem Doctor gemacht hatte, war absolut auf der Höhe der Zeit, mit erstklassigen Spezialeffekten und Drehs an Originalschauplätzen.
Leider entschloss sich Eccleston bereits nach einer Staffel wieder auszusteigen. Er hatte wohl nicht erwartet, welchem Ruhm ihn diese Rolle einbringen wird. Als Darsteller ist man es normalerweise nicht gewöhnt wenn man nach dem Dreh plötzlich von Presse und Fernsehen belagert wird und man nur noch „Doctor“ genannt wird. Immerhin konnte er nach seiner Zeit als Doctor Who auch noch sehr gute Rollen im britischen Fernsehen ergattern.

David Tennant (2006-2010)

David Tennant Der zehnte Doctor

David Tennant
Der zehnte Doctor

Mit David Tennant war von 2006 bis 2010 der nunmehr zehnte Doctor im Einsatz. Der quirlige Schotte gilt bei vielen Fans als der beliebteste Doctor des Neustarts. Bereits in „The Quatermass Experiment“ hatte er einen Doktor gespielt und durfte dort sogar ein paar Worte in deutsch sprechen. Er war schon immer ein Fan des Doctors und ging auch völlig in der Rolle als Doctor auf. Während der Dreharbeiten zu einer Episode lernte er Georgina Moffet kennen, die die Tochter des sechsten Doctors Peter Davison ist, und heiratete sie. Als der Chefautor Russel T Davies seinen Ausstieg aus der Serie verkündete war dies gleichzeitig das Signal für David Tennant aufzuhören. Für das Special zum fünfzigsten Jahrestag der Serie kehrte Tennant jedoch kurzzeitig als Doctor zurück um mit seinem älteren Ich Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen.

Matt Smith (2010-2013)

Matt Smith Der elfte Doctor

Matt Smith
Der elfte Doctor

Matt Smith wurde 2010 zum elften Doctor gekürt. Der Schauspieler setzte sich damit gegen Benedict Cumberbatch durch, der ebenfalls für Doctor Who vorsprach. Immerhin bekam Cumberbatch mit „Sherlock“ eine ähnlich iconische Hauptrolle, die sich großer Beliebtheit erfreut. Matt Smith war zwar der jüngste Doctordarsteller, verkörperte die Figur jedoch so facettenreich, dass man ihm auch abnahm, dass der Doctor mitlerweile über 1000 Jahre alt ist.

Nach drei Staffeln mit dem schlacksigem Matt Smith übernimmt im Weihnachts-Special nun Peter Capaldi die Rolle des Doctors. Der renommierte Darsteller war bereits einmal in „Doctor Who“ zu sehen. Als römischer Bürger musste er sich in der vierten Staffel der neuen Serie mit den „Feuern von Pompeji“ herumschlagen. In der Ablegerserie „Torchwood:Die Kinder der Erde“ war er als Abgeordneter gezwungen seine Familie zu opfern. Die Fans werden sich leider noch bis August 2014 gedulden müssen bis der Neue Doctor seine Aufgabe übernimmt.

Die TARDIS

Was wäre der Doctor ohne seine Zeitmaschine?

Die Tardis und der fünfte Doctor

Die Tardis und
der fünfte Doctor

Die Zeitmaschine heißt TARDIS, was für „Time And Relative Dimensions In Space“ steht. Was von außen wie eine altertümliche Notrufzelle der Polizei aussieht – und sich handlich in eine Ecke quetschen läßt – ist drinnen natürlich viel größer – VIIIEEEL größer. Die Tardis ist nicht einfach nur ein zeitreisendes Raumschiff, sondern scheint auch über eine eigene Intelligenz zu verfügen. Normalerweise kann die Tardis ihre äußere Gestalt verändern um sich in den Epochen harmonisch in die Szenerie einzufügen. Doch die Tardis des Doctors hat einen kaputten Chamäleon-Schaltkreis, der sie immer nur als als „blaue Kiste“ erscheinen lässt. In der klassischen Serie konnte man auch schon mal andere Tardisse sehen, die dann als Felsblock oder Fahrrad erschienen. Doch der Doctor liebt seine Kiste und denkt nicht daran den defekten Schaltkreis zu reparieren.

Die Tardis bringt den Doctor und dessen Begleiter auch oft dorthin, wo es mal wieder ein Problem zu bewältigen gibt. Manchmal sind es Probleme, die Menschen mit Außerirdischen haben, manchmal gibt es Probleme mit der Zeit an sich, oder es erscheinen mal wieder die Erzfeinde des Doctors.

Erzfeinde

Ein Dalek und der siebte Doctor

Ein Dalek und der
siebte Doctor

Bereits 1963 traten im zweiten Serial die sogenannten DALEKS auf. Die Kinder hatten zwar eine Heidenangst vor ihnen, gleichzeitig liebten sie diese Bösewichter aber so sehr, dass sie begannen „Doctor gegen Daleks“ zu spielen. Das alte Cowboy und Indianer Spiel war damit abgelöst. Die BBC verkaufte bereits damals viele Dalek-Spielzeuge und niemand wunderte sich mehr als die Schauspieler, welchen Einfluss ihr kleines Engagement auf die Popkultur hatte. Auch der Produzent Sidney Newman musste zugeben, dass die Daleks keine „Glubschäugigen Monster“ waren als Verity Lambert ihm die Geschichte erklärte.

Seit 1963 sind zahlreiche Gegner des Doctors aufgetreten. Sie heißen Cybermänner, Sontaraner oder Silurianer. Immer wenn diese Figuren in der neuen Serie eingesetzt werden steigt die Einschaltquote. Ganz besonders jedoch, wenn die Daleks mal wieder ihren Kampfspruch „EXTERMINATE!“ (bzw. in Deutsch: „ELIMINIEREN!“) zum Besten geben.

Das Doctor Who Vermächtnis

Cover zur DVD Veröffentlichung

Cover zur DVD Veröffentlichung

Die Autoren von heute sind sich des unglaublichen Vermächtnisses wohl bewusst wenn sie alte Figuren wieder auftreten lassen oder die Mythologie weiterentwickeln. Dank des Internets ist die Popularität ungebrochen und in zahlreichen Foren werden Details diskutiert und „Eastereggs“ (Ostereier) gesucht, die das Produktionsteam in der Folge versteckt haben.

Der momentane Chef-Autor Steven Moffat sieht sich natürlich einer ungeheuren Verantwortung gegenüber: Seine Drehbücher sollen der Mythologie nicht widersprechen und trotzdem soll die Geschichte des Doctors weitererzählt werden. Doch Moffat ist ein Autor, der völlig unvorhersehbare Drehbücher entwickelt. Während die Bücher seines Vorgängers Russel T Davies meistens gradlinig waren und dem Zuschauer keine besonderen Fähigkeiten abverlangten der Story zu folgen, sind Moffats Bücher oft verschroben und dramaturgisch fern von jeglicher Hollywood-Tradition.

Das macht die Folgen nicht nur brillant sondern man ist immer wieder neugierig, was der Mann sich nun wieder für Verwicklungen ausgedacht hat. Als Moffat das Zepter übernahm hatte er mit Matt Smith einen neuen Doctortyp, der wiedermal anders war als der Typ, den David Tennant verkörperte.

Außerdem steht Moffat vor der Aufgabe die Mythologien des Doctors, die er übernehmen musste, logisch weiterzuführen. Ein großes Problem dabei sind die Regenerationen des Doctors, ein anderes ist der sogenannte „Zeitkrieg“, den Christopher Eccleston in seiner Staffel erwähnte.

„Timey Whimey“ – oder auch „Schnipp Schnapp“

Der Doctor stammt von Gallifrey und seine Rasse nennt sich „Timelords“, also „Herrscher über die Zeit“. Sie führten einen ewigen Krieg gegen die Daleks und der Doctor war der Mann, der den Zeitkrieg beendete, indem er sowohl alle Daleks als auch alle Timelords umbrachte. Ein düsteres Kapitel, das die aktuellen Doktoren lieber vergessen würden. Seitdem wird der Doctor bei einigen fremden Rassen als „aufkommender Sturm“ oder „Die Bestie“ angesehen.

Anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums nahm sich Steven Moffat nun dieses Themas an und stellte sich die Frage, wann der Doctor diesen Krieg wohl beendet haben mochte. Der achte Doctor Paul McGann war ein verliebter Doctor und der neunte Doctor Christopher Eccleston behauptete, er hätte im Zeitkrieg gekämpft.  Also musste es in den sieben Jahren dazwischen gewesen sein, denn wir hatten auch keine Regeneration miterlebt.

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John Hurt als „War Doctor“

Steven Moffat kam mit einer Lösung, mit der mal wieder niemand gerechnet hatte. Er erfand den „War-Doctor“, (Kriegsdoctor), der für den Genizid an Timelords und Daleks verantwortlich war. In einem achtminütigem Special, das nur im Internet veröffentlicht wurde, konnte man einen gealterten Paul McGann sehen, der in den, von John Hurt dargestellten, War-Doctor mutierte.

Bereits in der letzten Folge der siebten Staffel waren die Fans aus allen Wolken gefallen, als man John Hurt als Doctor vorstellte. Im 50er-Jahrespecial durften wir dann erleben wie drei Doktoren auf einmal mit dem Problem fertig wurden. Es war wieder einmal ein triumphales Drehbuch von Moffat – und das Special selbst wurde ein triumphales Event, das gleichzeitig auf der ganzen Welt ausgestrahlt wurde und auch in zahllosen Kinos in 3D gesehen werden konnte.

Grandioses Finale im Jubiläumsspecial. Eine Person in zwölf Inkarnationen: Der Doctor.

Grandioses Finale im Jubiläumsspecial. Eine Person in zwölf Inkarnationen: Der Doctor.

Das Jubiläumsspecial sorgte bei den Fans mehrmals für Gänsehaut und deutete auch an, was der Doctor in der achten Staffel zu tun bekommt. Doch vorher steht noch der Wechsel zum dreizehnten Doctor an, was gleichzeitig ein riesiges Problem ist. Zwölfmal kann der Doctor regenerieren. Capaldi ist zwar offiziell der zwölfte Doctor, doch dann ist Schluss! Oder doch nicht? Bereits in der klassischen Serie konnte man sehen, wie dem „Master“, einem Erfeind des Doctors, ein kompletter Satz neuer Regenerationen geschenkt wurde. Und dann ist da ja noch der Valeyard. Doch was es mit dem auf sich hat ist genug Stoff für einen neuen Artikel.

Fazit:

Ich habe diesen Artikel mit den Worten begonnen „Was hat der Doctor an sich, dass ich ihn so liebe?“. Nun, es ist genau das. Diese völlig unvorhersehbaren Wendungen und verschrobenen Handlungsfäden. Der Doctor nennt es „Timey Whimey“ und meint damit, dass er die Regeln der Zeit nach Belieben biegen und ignorieren kann wenn er dadurch jemanden retten kann. Es ist immer haarsträubend kreativ wie sich der Doctor aus den brenzligsten Situationen herauswinden kann. Das ist, dank Steven Moffat, zu einer eigenen Kunstform geworden und so herrlich schräg. Keine andere Serie hat diese verrückten Einfälle.

Ebenso gefallen mir die äußerst lustigen und inspirierten Dialoge. Katalysator für diese Szenen, die oft an die Screwball-Comedies aus den dreißiger Jahren erinnern, sind die Begleiter des Doctors, die den Zuschauer vertreten wenn sie Fragen stellen, die der Doctor dann beantworten muss. Das Staunen der „Companions“ überträgt sich dann auf den Zuschauer.

Der Soundtrack zur sechsten Staffel

Der Soundtrack zur sechsten Staffel

Erwähnenswert wäre da noch die Musik von Murray Gold. Was der Mann in den sieben aktuellen Staffeln geschaffen hat ist ein musikalisches Gesamtkunstwerk, das seinesgleichen sucht. Je nach Episode hören wir moderne Musik, Piratenfilmmusik, Westernmusik und wunderschöne Chorale. Ich besitze inzwischen die Soundtracks zu allen Staffeln und höre sie gern immer wieder. Dass die Musik Konzertqualität hat merkt man an den alljährlich stattfindenden Konzerten, die im britischen Fernsehen übertragen werden. Egal ob in Wales oder in London, in der Royal Albert Hall, es finden sich Familien mit ihren Kindern ein um die Musik zu hören und atemlos zu verfolgen wie urplötzlich die Aliens und Daleks aus der Serie leibhaftig vor ihnen stehen. Und der Doctor schaut eigentlich auch immer vorbei. Wer auf sinfonische Musik steht sollte einmal einen Blick auf die Soundtracks werfen.

Ich will den Artikel nun beenden und die einzelnen Aspekte des Doctors lieber in einzelnen Artikeln behandeln. 50 Jahre Doctor Who kann man nicht so einfach in einem Artikel resümieren.

Ich freue mich jedoch, dass der Doctor, dank „FOX-Der Seriensender“ sehr zeitnah bzw. gleichzeitig auch in Deutschland zu sehen ist. Die kläglichen Versuche von Pro7 den Doctor nach Deutschland zu holen und dann zu canceln waren wirklich dumm.

Aber auch das Versenden der deutschen Episoden des sechsten Doctors Colin Baker am Vormittag zwischen zwei Shoppingsendungen auf VOX waren damals grenzwertig. Lediglich RTL schien mit dem siebten Doctor Sylvester McCoy im Nachmittagsprogramm etwas mehr Courage zu beweisen. Schade, dass damals die Qualität der Folgen nicht so gut war.

CarrotsAreCool_250Weiterführende Links:

http://www.foxchannel.de/doctor-who

http://www.drwho.de/

Alle Bilder Copyright bei der BBC.