Am 23.August 2014 ist es soweit. Nach einer langen Pause von acht Monaten zeigt die BBC endlich die achte Staffel der Neuauflage von DoctorWho. Mit den  neuen Abenteuern des Doctors wird die Staffel auch gleich einen neuen Darsteller für die Hauptfigur einführen. Peter Capaldi.

Demnächst im Kino: Doctor Who

Alles wird sich ändern – Bild BBC


DoctorWho

Ein neuer Doctor

Doctor Who ist ein Phänomen in England. Seit 1963 unterhält der zeitreisende Doctor das britische Publikum mit fantastischen Geschichten. Schon in den Sechziger Jahren hatte man sich eine Methode ausgedacht, wieso der Doctor von verschiedenen Darstellern verkörpert werden konnte: Er regeneriert sich, wenn er tödlich verwundet ist. Am Ende des Weihnachtsspecials 2013 war es dann für den, von Matt Smith dargestellten, elften Doctor soweit. Er durfte in einen neuen Körper schlüpfen.

So kommt es, dass in der achten Staffel der Neuauflage Peter Capaldi die Rolle übernimmt. Der Schauspieler war bereits einmal in „DoctorWho“ zu sehen, als römischer Bewohner der Stadt Pompeji. Damals hatten David Tennant, der neunte Doctor mit seiner Begleiterin Catherine Tate als Donna Noble die Ehre die Familie Capaldis vor dem ausbrechenden Vesuv zu retten. In derselben Folge hatte auch die spätere Begleiterin des Doctors, Karen Gillian, eine kleine Rolle als Seherin.

Peter Capaldi trat auch in der Ablegerserie „Torchwood – Kinder der Erde“ als Regierungsbeamter Frobisher auf. Das ernste Auftreten in dieser Serie, aber auch seine Comedyerfahrungen in anderen Serien haben Produzent Steven Moffat bewogen sich für Capaldi als zwölften Doctor zu entscheiden. Nachdem sowohl David Tennant, als auch Matt Smith eher einen jugendlichen Charme versprühten und auch Flirtereien nicht abgeneigt waren, soll Capaldi nun einen eher ernsten Doctor verkörpern.

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Der Doctor und Clara undercover

Der neue Doctor hat auch eine Menge Dinge ins Lot zu bringen und nebenbei seine neue Identität zu finden. Nachdem Smiths Doctor im Weihnachtsspecial alle zugestandenen zwölf Regnerationen aufgebraucht hatte wurde ihm von den, im Taschenuniversum versteckten, Timelords ein komplett neuer Regenerationszyklus zugestanden. Das herzzerreißende Finale von Matt Smith führte zu einem neuen Doctor, der wesentlich älter aussieht als die bisherigen Doktoren der Neuauflage. Auch die Begleiterin Clara Oswald, dargestellt von Jenna Coleman, war schockiert als der neue Doctor urplötzlich erschien. Keine langen Energiebündel, die aus seinen Fingern traten, keine explodierende Mittelkonsole. Schwupps – der neue Doctor war da und stellte zunächst während des Umschauens fest: „Oh, ich habe neue Nieren – Die Farbe ist nicht richtig….“ (wobei die letzte Äußerung wohl eher der TARDIS galt).

In den ersten Trailern zur neuen Staffel kann man den zwölften Doctor neben Clara sitzen sehen und er fragt: „Bin ich ein guter Mann?“ Und sie antwortet, weil sie sein neues Äußeres und Inneres ja noch nicht kennt: „Das weiß ich nicht…“

Tatsächlich strebt der Produzent Steven Moffat einen insgesamt dunkleren Ton für die neue Staffel an. Das ist auch kein Wunder denn sowohl das Weihnachtsspecial als auch das Jubiläumsspecial im November haben angedeutet, dass Matt Smith so einige Taschenspielertricks angewendet hat um das Universum zu verändern. So versteckte er mit der Hilfe von zwölf anderen Doktoren seinen Heimatplaneten Gallifrey in einem Taschenuniversum damit die Zeitkriege endlich beendet wurden, also gilt es wohl auch Gallifrey zu finden. Und im Dezember harrte er auf dem Planeten Tranzalore aus bis der Zeitpunkt überschritten war, als seine Erzfeinde die Welt in Schutt und Asche zerlegt hatten. Dadurch erzeugte er einmal mehr ein Paradoxon, das für die Fernsehzuschauer kaum nachzuvollziehen ist, in der Serienmythologie aber durchaus Sinn macht.

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Etwas Großes kommt auf uns zu. Foto: BBC

Nun ist also Peter Capaldi an der Reihe und kündigt bereits im Trailer an, dass er nun anfangen wird die Dinge zurechtzurücken. Dazu müsse er „in die Dunkelheit“, was auch immer das zu bedeuten hat. Clara Oswald wird ihm jedenfalls zur Seite stehen. Sie hatte ja schon vor dem Jubiläumsspecial die Aufgabe übernommen den Doctor in all seinen Inkarnationen vor der „Großen Intelligenz“, bzw. dessen Manipulation der Geschichte des Doctors, zu retten. 

Was wird also die neue Staffel bringen? Bereits in der ersten, extralangen, Folge, die den Namen „Deep Breath“ (Tiefer Atemzug) trägt, bekommt es der Doctor mit einem Dinosaurier im viktorianischen London zu tun. Die sogenannte Paternoster-Gang, bestehend aus der Silurianerin Madame Vastra, dem sontaranischen Strax und der jungen Frau Jenny Flint, hilft dem Doctor beim Aufklären mehrerer merkwürdiger Todesfälle. In der neuen Staffel werden natürlich auch wieder Daleks und Cybermen zu sehen sein, aber auch neue Aliens und Gegner. Nebenbei treffen wir auch Robin Hood und lernen im Staffelfinale auch die Torwächterin der „Nethersphere“ kennen. Was das ist? Das wird man in der letzten Doppelfolge, Anfang November, erfahren. Zu Weihnachten folgt dann noch das obligatorische Christmasspecial.

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Madame Vastra zählt Brandopfer

Die Kurzinfo der BBC zur ersten neuen Episode liest sich so:

Als der Doctor im viktorianischen London eintrifft findet er einen Dinosaurier, der in der Themse wütet und eine Reihe von tödlichen spontanen Entflammungen.

Wer ist der neue Doctor und wird die Freundschaft mit Clara überleben wenn sie gemeinsam auf eine bedrohliche Mission bis in den Kern einer außerirdischen Verschwörung gehen?

Der Doctor ist verändert. Es ist Zeit ihn kennenzulernen.

Man darf gespannt sein, wie sich Capaldi in der Rolle des Doctors macht. Er ist mit seinen 56 Jahren älter als es William Hartnell 1963 war. Aber er sagt, dass er eigentlich rund 1000 Jahre zu jung für die Rolle ist. Schließlich ist der Doctor ja inzwischen etwa 1200 Jahre alt.

Er ist sogar Oscarpreisträger für einen Kurzfilm, in dem er Franz Kafka ein filmisches Denkmal setzte. Gerade noch war er in der britischen Adaption „The Musketeers“ als fieser Kardinal Richelieu zu sehen. Wegen seiner Rolle als Doctor Who musste er jedoch eine Beteilligung zur zweiten Staffel der Mantel- und Degenserie absagen.

Die erste Folge der neuen Staffel hat mit 74 Minuten Laufzeit Kinolänge und kann wieder, gleichzeitig zur Fernsehausstrahlung, auch in Kinos rund um den Globus gesehen werden. So natürlich auch in Deutschland. Wer dazu keine Lust hat bleibt zuhause und schaut sich die Folge bei FOX, dem Seriensender, an der am selben Abend ausstrahlt.

Weitere Infos zur deutschen Ausstrahlung bei „FOX – der Seriensender“